Das ca. 13 ha große ehemalige Tengelmann-Areal in Mülheim an der Ruhr soll zu einem lebendigen, klimaresilienten Quartier mit Wohnen, Gewerbe, Bildungs- und Freizeitangeboten entwickelt werden. Der Entwicklungsprozess startete bereits 2021 und geriet Ende 2024 aus unterschiedlichen Gründen ins Stocken.
Trotzdem verfolgen Investor, Stadtverwaltung und Politik weiterhin das Ziel, das Gelände zu entwickeln. Um alle Akteure gleichermaßen bei der Weiterentwicklung mitzunehmen und eine Akzeptanz bei Öffentlichkeit, Investor und Politik zu erzielen, ist es für den weiteren Planungsprozess erforderlich, eine konsensorientierte Planungsgrundlage zu entwickeln. Hierzu wird ein dialog- und beteiligungsorientierter, informeller Prozess angestoßen und durchgeführt.
Für die Begleitung und Unterstützung dieses Prozesses hat die Verwaltung das Kommunikationsbüro „Urbane Transformation“ aus Oberhausen beauftragt. Das Büro hat bereits jahrelange Erfahrung in der Durchführung solcher Beteiligungsprozesse und hat bereits bei schwierigen Projekten erfolgreich vermittelt.
Ablauf des Beteiligungsprozesses:
Der angestoßene dialogische Beteiligungsprozess setzt sich aus verschiedenen Bausteinen zusammen und soll dazu dienen, über eine sorgfältige Abwägung zu Empfehlungen für die Weiterentwicklung des städtebaulichen Entwurfes zu kommen.
Baustein 1: Interviews
In einem ersten Schritt wird mit verschiedenen Zielgruppen über den Ort und seine mögliche Entwicklung diskutiert. Hierzu führt das beauftragte Büro Interviews mit verschiedenen Schlüsselpersonen und Zielgruppen, um im Gespräch die unterschiedlichen Standpunkte, Bedürfnisse und Herausforderungen zu ermitteln.
Baustein 2: Workshops
Auf die Interviewphase folgen mehrere Workshops, ebenfalls mit unterschiedlichen Personengruppen, wie Schlüsselpersonen und Zielgruppen, geloste Teilöffentlichkeit, Jugend, um für die Weiterentwicklung des städtebaulichen Entwurfes eine konsensorientierte Planungsgrundlage zu schaffen.
Baustein 3: Öffentliche Informationsabende
Neben der Interview- und Workshop-Phase wird es zwei öffentliche Informationsabende geben, an denen sich alle Interessierten über den aktuellen Stand des Projektes und das weitere Vorgehen sowie die Erkenntnisse aus dem Beteiligungsprozess informieren können. Beim ersten Informationsabend besteht zudem die Möglichkeit, inhaltliche Anregungen einzubringen.