Die Stadt Mülheim an der Ruhr erhält vom Land Nordrhein-Westfalen weitere rund 8 Millionen Euro für die Schaffung geförderten Mietwohnraums. Mit der zusätzlichen Mittelzuteilung können in den Stadtteilen Altstadt II und Heißen weitere 34 geförderte Wohnungen entstehen. Bereits im Februar dieses Jahres hatte das Land der Stadt im Rahmen der turnusmäßigen Wohnraumförderung ein Budget von 9,7 Millionen Euro zugewiesen. Dadurch konnten zwei Vorhaben zur Schaffung von insgesamt 45 geförderten Mietwohnungen bewilligt werden: 31 Wohnungen in Dümpten und 14 Wohnungen im Bereich Altstadt II.
Die Nachfrage nach Fördermitteln überstieg jedoch das zunächst verfügbare Budget. „Neben den bereits bewilligten Projekten lagen drei weitere fachlich geprüfte und förderreife Vorhaben privater Bauherren vor“, erläutert Matthias Lincke, Amtsleiter für Geodaten, Kataster und Wohnbauförderung. „Die Projekte waren fördertechnisch vorbereitet, doch zunächst fehlten die Mittel für eine Bewilligung. Deshalb haben wir uns beim Fördergeber nachdrücklich für eine weitere Mittelzuweisung eingesetzt.“
Nach dem Stichtag zum 30. Juni 2026 nahm das zuständige Ministerium landesweit eine Umschichtung der Fördermittel für den geförderten Wohnungsbau vor. Im Zuge der zweiten Budgetzuteilung an die nordrhein-westfälischen Kommunen am 17. Juli 2026 erhielt Mülheim an der Ruhr für die drei förderreifen Vorhaben zusätzliche 8 Millionen Euro.
Die Mittel wurden unmittelbar den jeweiligen Projektträgern zugeordnet. Gemeinsam mit noch verfügbaren Restmitteln aus der ersten Budgetzuteilung können nun weitere 34 geförderte Mietwohnungen in Altstadt II und Heißen realisiert werden.Die Entwicklung verdeutlicht zugleich die wachsende Bedeutung privater Investitionen für die Schaffung preisgünstigen Wohnraums. Traditionell leisten insbesondere kommunale und sonstige Wohnungsbaugesellschaften einen wesentlichen Beitrag dazu, den Bestand an gefördertem Wohnraum in Mülheim an der Ruhr zu sichern und auszubauen. Durch die in den vergangenen drei Jahren verbesserten Konditionen der Landeswohnraumförderung sowie die weiterhin hohen Baukosten nehmen inzwischen jedoch auch private Bauherren die Förderprogramme verstärkt in Anspruch.
Auch im Bereich der Quartierswohnraumförderung besteht weiterhin ein hoher Finanzierungsbedarf. Im Jahr 2026 wurden hierfür in Mülheim bereits rund 15,9 Millionen Euro für die Förderung von 51 Wohnungen eingesetzt.