Gruppenfoto mit Banner „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ bei der Aufnahmeveranstaltung der Astrid Lindgren-Schule
© Vienna Fleischer, Astrid Lindgren-Schule
Im Rahmen einer bunten Veranstaltung wurde die Astrid Lindgren-Schule als zweite Grundschule Mülheims in das bundesweite Netzwerk als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ aufgenommen (von links nach rechts): Schulleiterin Kathrin Grollmann, Maximilian Braune (1. Torwart des MSV Duisburg), Oberbürgermeister Marc Buchholz, Antidiskriminierungsbeauftragter Hakan Caliskan und Andrea Stern (Kommunales Integrationszentrum Mülheim).

Nach langer Vorbereitung war es am heutigen Mittwoch (29. April 2026) endlich soweit: Im Rahmen einer bunten Veranstaltung wurde die Astrid Lindgren-Schule als zweite Grundschule Mülheims in das bundesweite Netzwerk als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ aufgenommen. Etliche Gäste waren gekommen, allen voran Oberbürgermeister Marc Buchholz, der neben ehrenden Worten auch die Zeit fand, den Kindern im Rahmen einer Sprechstunde etliche Fragen zu beantworten. Weiteres Highlight war der Besuch von Maximilian Braune, 1. Torwart des MSV Duisburg. Braune hat genauso wie Hakan Caliskan, Antidiskriminierungsbeauftragter der Stadt Mülheim, die Patenschaft für die Astrid Lindgren-Schule im Netzwerk übernommen. Aber die wichtigste Rolle hatten die Kinder – und der sind sie in selbst gebatikten T-Shirts bei einem Flashmob auf dem Schulhof und mit mehreren Liedern mehr als gerecht geworden.

Um 10 Uhr ging es los: Alle Kinder stimmten zur Begrüßung ein mehrsprachiges Lied an. Nach Eröffnungsworten durch die Schulleitung, Kathrin Grollmann, übernahm Oberbürgermeister Marc Buchholz das Mikrofon und gratulierte herzlich zur Aufnahme ins Netzwerk. Auch Maximilian Braune wandte sich an die Kinder und betonte, wie gerne er die Patenschaft für so ein wichtiges Engagement gegen Ausgrenzung und Rassismus übernommen hat. 

Gemeinsames Singen auf dem Schulhof
© Vienna Fleischer, Astrid Lindgren-Schule
Gemeinsames Singen auf dem Schulhof.

Nach dem ersten Teil der Veranstaltung ging es dann mit Gästen und Kindern zweier Jahrgänge in die Turnhalle. Nach einer musikalischen Einlage aller Schülerinnen und Schüler begann die Kindersprechstunde. Acht Schülerinnen und Schüler des Kinderparlaments versammelten sich um Marc Buchholz und stellten ihm Fragen, die der Oberbürgermeister geduldig und bestens gelaunt beantwortete. So durften die Kinder von ihm erfahren, welches Auto er fährt, was man gegen Müllsünder tun kann und ob es ihm nicht möglich sei, mehr Ferien einzuführen. Hakan Caliskan fand anschließend einfühlsame Worte als Pate der Astrid Lindgren-Schule und erklärte den Kindern, dass sie ihn immer kontaktieren dürfen, wenn sie diskriminiert werden oder erleben, dass jemand ausgegrenzt werde. So erfuhren die Kinder, dass ihr Engagement gegen Diskriminierung nicht in der Grundschule endet, sondern weit darüber hinaus gehen kann. Genau das vermittelten dann auch zwei Schülerinnen der Realschule an der Mellinghofer Straße. Sie versprachen den Grundschulkindern, dass sie auch an weiterführenden Schule das „Courage-Schild“ erkennen werden und sich sicher sein dürfen, dass sie auch dort diese bekannten Strukturen wiederfinden. 

Andrea Stern überreichte schließlich als Regionalkoordinatorin das Schild und voller Stolz trugen die Kinder dieses an seinen Bestimmungsort: direkt neben die Eingangstür der Astrid Lindgren-Schule. Dort nämlich soll es von jedem Menschen sofort gesehen werden. „Denn an der Astrid Lindgren-Schule ist kein Platz für Ausgrenzung, sondern für Vielfalt und Miteinander. Jeder Mensch darf hier sein, ganz genau so wie er ist", so Schulleiterin Kathrin Grollmann. Und weiter: „Und genau das soll man auch sofort sehen, wenn man an unsere Schule kommt“. 

„Courage-Schild“ an der Eingangstür der Astrid Lindgren-Schule
© Vienna Fleischer, Astrid Lindgren-Schule
Das „Courage-Schild“ hängt direkt neben der Eingangstür der Astrid Lindgren-Schule.
Oberbürgermeister Marc Buchholz bei der Kindersprechstunde mit Schüler*innen des Kinderparlaments
© Vienna Fleischer, Astrid Lindgren-Schule
Bei der Kindersprechstunde mit Schüler*innen des Kinderparlaments stand Oberbürgermeister Marc Buchholz Rede und Antwort.