Multiresistente Erreger (MRE) stellen eine hohe Belastung für das Gesundheitssystem dar. Bei multiresistenten Erregern handelt es sich um Bakterien, die eine Resistenz gegen die meisten Antibiotika aufweisen.
Hierzu gehören:
- Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA)
- Vancomycin-resistente Enterokokken (VRE)
- Multiresistente gramnegative Stäbchen (MRGN)
Die zunehmende Verbreitung fordert eine sektorübergreifende Zusammenarbeit. Kommunale MRE-Netzwerke sollen ein abgestimmtes Handeln verschiedener Akteure im Gesundheitswesen ermöglichen. Teilnehmende des MRE-Netzwerks sind insbesondere Krankenhäuser, stationäre und teilstationäre Altenpflegeeinrichtungen, ambulante Pflegedienste, Rettungsdienste, Amtsapotheken und niedergelassene Ärztinnen und Ärzte sowie alle Interessierte, in deren Arbeitsumfeld MRE eine Rolle spielen. Der öffentliche Gesundheitsdienst übernimmt die Koordination und Moderation des Netzwerks.
Das MRE-Netzwerk Mülheim wurde 2010 auf Initiative des Gesundheitsamtes gegründet und seitdem finden regelmäßige Treffen statt. Gemeinsames Ziel ist es durch Information und Prävention die Verbreitung multiresistenter Erreger einzudämmen.
Hierzu wurden Überleitungsbögen entwickelt, die dazu beitragen sollen, die Information zwischen den verschiedenen Einrichtungen des Gesundheitswesens zu verbessern. Es gibt einen Überleitungsbogen der Krankenhäuser zur Weitergabe der Information an die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte sowie gegebenenfalls an die aufnehmende Pflegeeinrichtung sowie einen Überleitungsbogen Rettungsdienst.
Nur durch Information können im weiteren Verlauf entsprechende Präventionsmaßnahmen richtig angewendet werden. Deshalb sind die Übergabebögen ein wichtiges Instrument zur Prävention von MRE.
Auch der Erhalt des MRE-Qualitätssiegel (die beide Krankenhäuser in Mülheim erneut erfolgreich erhalten haben) zeigt, dass die Prävention in den Krankenhäusern zum Schutz der Patient*innen eine große Bedeutung hat.
Auch für die Altenpflegeeinrichtungen besteht seit 2025 wieder die Möglichkeit ihre alltägliche Arbeit im Bereich Prävention von MRE und weitern Infektionskrankheiten auszeichnen zu lassen.