Gemeinsam für nachhaltige Ideen
Die internationale Jugendkonferenz 2026 unter dem Motto „Sustainability: From Ideas to a Joint Project“ (Nachhaltigkeit: Von der Idee zum gemeinsamen Projekt) wurde von Nick Eickmeier, Mitglied des Jugendstadtrates, moderiert. Weitere Mitglieder des Jugendstadtrates sowie Jugendliche aus den Mülheimer Partnerstädten nahmen an der Veranstaltung teil und brachten ihre Perspektiven und Ideen ein.
Zu Beginn hielt Felix Wingold von der Stabsstelle Klimaschutz und Klimaanpassung Mülheim an der Ruhr eine Einführung in das Thema Nachhaltigkeit. Er erläuterte, dass es unterschiedliche Definitionen gibt, die 17 Sustainable Development Goals (SDGs) jedoch als zentrale Orientierung dienen. Besonders betonte er die enge Vernetzung dieser Ziele. Als Beispiel aus der Praxis stellte er ein Projekt zur Umgestaltung von Radwegen in Mülheim an der Ruhr vor.
Kreative Projektideen aus internationaler Zusammenarbeit
Im Anschluss arbeiteten die Teilnehmenden in vier internationalen Gruppen an eigenen Nachhaltigkeitsprojekten. Dabei identifizierten sie zunächst zentrale Herausforderungen in den jeweiligen Städten, entwickelten kreative Lösungsansätze und diskutierten erste Umsetzungsmöglichkeiten.
Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen:
- Die erste Gruppe entwickelte die Idee von Schutzgebieten für Tiere, um natürliche Lebensräume zu stärken und Emissionen zu reduzieren.
- Eine weitere Gruppe setzte sich für besser zugängliche Bildung ein, etwa durch öffentliche und nachhaltige Büchereien.
- Das Projekt 3 „Green Circle“ zielte darauf ab, durch vernetzte Solardächer CO₂-Emissionen und Energiekosten zu senken.
- Zudem wurde von der vierten Projektgruppe „Cleanup Competition“ vorgestellt, die Städte dazu motivieren soll, gemeinsam gegen Umweltverschmutzung vorzugehen.
Im gemeinsamen Entscheidungsprozess fiel die Wahl schließlich auf das Projekt 1 zum Schutz von Tieren.
Die Umsetzung soll durch junge Planungsteams in den jeweiligen Städten erfolgen. Dabei können die Jugendlichen lokale Partner*innen einbinden, um die Projekte vor Ort zu realisieren. Ein weiteres Treffen ist für Dezember geplant, bei dem die Ergebnisse vorgestellt und nächste Schritte gemeinsam entwickelt werden.
Zum Abschluss der Konferenz betonte Moderator Nick Eickmeier den Bezug zur aktuell stattfindenden European Youth Week mit dem Schwerpunkt Solidarität und Fairness. Er hob hervor, dass Nachhaltigkeit eng damit verbunden ist und von Verantwortung, Zusammenarbeit und dem Engagement junger Menschen lebt. Mit einem Dank an alle Teilnehmenden für ihre Kreativität und ihr Engagement schloss er die Konferenz und betonte, dass diese Veranstaltung nur der Anfang weiterer gemeinsamer Schritte sein könne.
Internationale Jugendkonferenz 2025
Jugendbeteiligung in deiner Stadt - Erfahrungen, Ideen und Perspektiven
Für eine internationale Jugendkonferenz im Onlineformat sind am 22. Oktober 2025 Mitglieder des Jugendstadtrats jetzt mit Jugendlichen aus Mülheims Partnerstädten Darlington (England), Tours (Frankreich), Kouvola (Finnland), Opole (Polen), Kfar Saba (Israel) und aus der Cousinenstadt Ivano-Frankivsk (Ukraine) zusammengekommen. Unter dem Motto „Youth Participation in Your City – Experiences, Ideas and Perspectives“ konnten die engagierten Jugendlichen sich austauschen.
Eröffnet hat die Konferenz Bürgermeisterin Ann-Kathrin Allekotte. In ihrer Begrüßung hob sie die Bedeutung internationaler Jugendbegegnungen und demokratischer Mitbestimmung hervor. Sie betonte, wie wichtig es sei, jungen Menschen zuzuhören und ihnen echte Beteiligungsmöglichkeiten zu bieten. Die Demokratie lebe vom Engagement ihrer Bürgerinnen und Bürger - unabhängig vom Alter.
Präsentationen und Gruppenarbeit
Durch das Programm führte Oliver Hoffmann von den „Young European Professionals“, einem Netzwerk junger Menschen aus ganz Deutschland, die sich zum Ziel gesetzt haben, über die Europäische Union, Europa und alles zwischendrin zu informieren. In Präsentationen erhielten die Jugendlichen spannende Einblicke in unterschiedliche Formen der Jugendbeteiligung: von einem breiten Netzwerk engagierter Jugendräte in Darlington, über gesetzlich verankerte Jugendvertretungen in Kouvola, bis hin zu kreativen Projekten und Jugendstrategien aus den anderen teilnehmenden Städten.
Den Anfang machte der Mülheimer Jugendstadtrat. Die Jugendlichen stellten neben ihrer Arbeit auch verschiedene Projekte vor. Mit dabei auch das Jugendbezirksforum, eine Plattform für die politische und gesellschaftliche Beteiligung von Jugendlichen in Mülheim an der Ruhr.
Besonders positiv aufgenommen wurde das Projekt „Mapping Youth Spaces“ aus Ivano-Frankivsk, bei dem junge Menschen Orte in ihrer Stadt identifizieren, die als Treffpunkte oder Aktionsräume für Jugendinitiativen dienen können.
Aus Opole und Tours präsentierten die Jugendlichen Projekte wie das „UrbanLab“ zur gemeinsamen Stadtgestaltung sowie Initiativen zu Umwelt, Mentalgesundheit, Kultur und internationalem Austausch.
Die Jugendlichen aus Kfar Saba stellten unter anderem den „Leadership Exchange Day“ vor, bei dem Jugendratsmitglieder für einen Tag die Rollen mit Stadtvertreterinnen und Stadtvertretern tauschen, um gemeinsam Projekte voranzubringen.
In den anschließenden Gruppenarbeitsphasen sammelten die Teilnehmenden Ideen für zukünftige Kooperationen und formulierten Wünsche für folgende Konferenzen. Fazit des digitalen Austauschs: Überall arbeiten junge Menschen mit großem Engagement daran, ihre Städte mitzugestalten und neue Wege zu finden, wie sie daran mitwirken können. Eine Fortsetzung der Jugendkonferenz wird somit ausdrücklich gewünscht!