Mit viel Action, neugierigen Besucherinnen und Besuchern und einem abwechslungsreichen Programm hat der Mülheimer SportService den neuen „Mülheimer RadHügel“ auf der Sportanlage Hügelstraße offiziell eröffnet. Ab sofort bietet die moderne Bewegungslandschaft Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ganz neue Möglichkeiten, sich spielerisch und mit Freude auf dem Fahrrad aktiv zu sein.
Auf rund 3.500 m² ist eine innovative Anlage entstanden, die bewusst nicht als klassischer Verkehrsübungsplatz konzipiert worden ist, sondern als Ort zum Ausprobieren, Bewegen und spielerischen Lernen. Unterschiedliche Elemente, Wellen und Hindernisse laden dazu ein, Gleichgewicht, Koordination und Fahrgefühl Schritt für Schritt zu entwickeln – vom Laufrad bis hin zum Fahrrad.
Bewegung, Spaß und Entwicklung im Mittelpunkt
Der „Mülheimer RadHügel“ ist entwickelt worden, um Kindern und Jugendlichen mehr geeignete Räume zum Radfahren und Bewegen zu bieten. In den vergangenen Jahren hat sich zunehmend gezeigt, dass dafür Flächen im Alltag fehlen. Viele Familien sind deshalb auf nicht dafür vorgesehene Bereiche ausgewichen, was häufig zu Konflikten geführt hat.
Der „Mülheimer RadHügel“ schafft hier ein neues Angebot: eine abwechslungsreiche Bewegungsfläche, die zum freien Erkunden einlädt und gleichzeitig wichtige motorische Grundlagen fördert. Dabei steht das spielerische Lernen durch Bewegung im Mittelpunkt.
Namensgebung mit Beteiligung entstanden
Der Name des „Mülheimer RadHügels“ ist das Ergebnis eines Beteiligungsprozesses. Im Team sind zunächst verschiedene Vorschläge entwickelt worden, über die am Ende öffentlich abgestimmt werden konnte. Der Name „Mülheimer RadHügel“ setzte sich durch. Er verbindet die zentrale Aktivität – das Radfahren – mit einem prägenden Element der Anlage: den Hügeln, die den Parcours charakterisieren. Gleichzeitig nimmt er direkten Bezug auf den Standort an der Hügelstraße.
Ergänzt wird der Name durch den kurzen Zusatztext: „Entdecken. Üben. Fahren.“ Dieser beschreibt die Idee der Anlage besonders treffend: Es geht darum, zunächst die Anlage kennenzulernen und auszuprobieren, dann gezielt Fähigkeiten zu entwickeln und schließlich das Gelernte sicher anzuwenden.
Ein Ort für viele Zielgruppen
Der „Mülheimer RadHügel“ ist bewusst für unterschiedliche Nutzende gedacht. Im Zentrum stehen Kinder, die hier erste Erfahrungen auf dem Laufrad oder Fahrrad sammeln und ihre Fähigkeiten ausbauen können. Auch ältere Kinder und Jugendliche profitieren von den vielfältigen Elementen wie dem Pumptrack oder technischen Fahrabschnitten, die neue Herausforderungen bieten und die Fahrtechnik spielerisch erweitern. Darüber hinaus können Schulen, Kitas und Vereine die Anlage für Projekte, Trainingseinheiten und Bewegungsangebote nutzen. Auch angeleitete Formate für weitere Zielgruppen sind perspektivisch möglich.
Eröffnung mit großem Andrang und vielfältigem Programm
Zur offiziellen Eröffnung gab es ein abwechslungsreiches Programm: Bezirksbürgermeister Oliver Willems begrüßte die Gäste, es folgten Beiträge der Grundschule am Steigerweg, eine Kunstrad-Show des RC-Sturmvogel e.V. sowie eine Talkrunde mit Oberbürgermeister Marc Buchholz, Susanne Brandenburg von der Staatskanzlei des Landes NRW, Roland Chrobock, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Mülheimer Sportbunds, Jens Hendrik Zerres vom Rotary Club und Klaus Külschbach vom RC Sturmvogel.
Höhepunkt der Veranstaltung war der „symbolische Banddurchschnitt“, mit dem der Mülheimer RadHügel offiziell freigegeben worden ist. Direkt im Anschluss nutzten die anwesenden Kinder die Gelegenheit für eine erste gemeinsame Fahrt über die Anlage und die Teilnahme an verschiedenen angeleiteten Workshops.
Einzigartige Anlage mit Modellcharakter
Der „Mülheimer RadHügel“ ist in seiner Form eine besondere Bewegungslandschaft, die in Deutschland bislang einzigartig ist. Die Kombination aus Radparcours, Pumptrack, Mountainbike-Elementen und Bewegungsstationen schafft ein vielseitiges Angebot für unterschiedliche Könnensstufen.
Mit dem Projekt setzt die Stadt Mülheim an der Ruhr ein klares Zeichen für mehr Bewegung im Alltag und stärkt gleichzeitig die Idee einer modernen, niederschwelligen und frei zugänglichen Sport- und Bewegungsinfrastruktur.
Finanzierung und Zusammenarbeit
Verschiedene Partnerinnen und Partner haben das Projekt erst ermöglicht. Rund 50 Prozent der Gesamtkosten hat das Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Förderprogramms „Moderne Sportstätte 2022“ (Programmaufruf II) übernommen. Weitere Mittel stammen aus Stiftungs- und Sponsoringbeiträgen, unter anderem des Rotary Club Mülheim an der Ruhr - Uhlenhorst.
Die Stadt dankt allen Beteiligten für die Unterstützung und Zusammenarbeit.
Ausblick
Der „Mülheimer RadHügel“ ist täglich von 8 bis 20 Uhr geöffnet - vormittags hat der Schulsport Vorrang.
Wöchentliche offene Radfahrtrainings sind in Planung, bei denen qualifizierte Übungsleitungen für rund drei Stunden vor Ort bereitstehen, um Kinder und Jugendliche bei ihren Übungsversuchen zu unterstützen und ihnen Hilfestellung geben zu können. In einem Container stehen Leihfahrräder und Helme zur Verfügung.