Abstellmöglichkeiten für Fahrräder schaffen sowie das Ausleihen und Zurückgeben von metropolradruhr-Leihrädern ermöglichen: Das sind die Ziele von mobilen Fahrradplattformen (sogenannte „Mobilpunkte“). Am 10. Dezember 2025 werden in Mülheim an der Ruhr vier solcher Mobilpunkte temporär im öffentlichen Verkehrsraum installiert. Ein Jahr lang werden die verschiedenen Standorte und Rahmenbedingungen getestet, um herauszufinden, welche sich besonders gut eignen. Die Ergebnisse werden der Politik vorgestellt. Die Mobilpunkte sollen das Netz der Leihräder verdichten und zusätzliche Abstellmöglichkeiten für private Fahrräder schaffen.
Im Mai 2025 fand in der Begegnungsstätte Kloster Saarn ein Workshop statt, zu dem alle Bürger*innen eingeladen waren. Von den Teilnehmenden wurden gemeinsam vier geeignete Standorte für Mobilpunkte in Mülheim identifiziert: drei in Saarn (Düsseldorfer Straße 63; Ecke Düsseldorfer Straße/Langenfeldstraße; Ecke Lehnerstraße/Quellenstraße) und einer in Selbeck (Ecke Kölner Straße/Stockweg).
Mobilpunkte sind Bestandteil des Projekts Be-MoVe
Wie sich der Fuß- und Radverkehr nachhaltig fördern lässt, ist Teil des 2022 gestarteten Forschungs- und Praxisprojekts Be-MoVe („Beteiligungsbasierte Transformation aktiver Mobilität für gesundheitsfördernde Stadt- und Verkehrsinfrastrukturen“) der Stadt Essen. Das Projekt befindet sich aktuell in der dritten Projektphase, in der insbesondere die Themen Verstetigung und Transfer im Vordergrund stehen. Die Stadt Mülheim an der Ruhr ist Kooperationspartnerin der Stadt Essen im Rahmen von Be-MoVe und setzt Mobilitätsmaßnahmen in drei Themenbereichen um: mobile Fahrradplattformen („Mobilpunkte“), sichere Schulwege durch Schulwegchecks sowie betriebliches Mobilitätsmanagement.
Das Projekt Be-MoVe setzt sich für nachhaltige Mobilität ein und untersucht unter anderem, wie diese in den Stadtteilen gestärkt und gefördert werden kann. Mobilpunkte sind dabei ein zentraler Baustein: gut sichtbare Orte im Stadtbild, an denen Leihräder und private Fahrräder abgestellt werden können. Sie wurden in Zusammenarbeit mit der Ruhrbahn und metropolradruhr entwickelt und erweitern die Möglichkeiten der Bürger*innen, umweltfreundliche Verkehrsmittel im Alltag zu nutzen.
Das Projekt Be-MoVe wird von der Grünen Hauptstadt Agentur (GHA) der Stadt Essen koordiniert. Verbundpartner ist das Institut für Mobilitäts- und Stadtplanung (imobis) der Universität Duisburg-Essen. Gemeinsam mit Anwohner*innen sowie weiteren Akteur*innen der Stadtteile wird erforscht, wie sich veränderte Straßenräume, neue Mobilitätsangebote oder digitale Services auf die Mobilität vor Ort auswirken. Gefördert wird das Projekt durch das Programm „MobilitätsWerkStadt 2025“ des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR).