Eine kranke gefällte Eberesche.
© Helena Grebe | Stadt Mülheim an der Ruhr

Insgesamt zehn Linden und eine Sophore sind durch den Brandkrustenpilz (Kretzschmaria deusta) geschädigt und mussten deswegen sofort vor den Häusern Lessingstraße 1–16 gefällt werden.

Beim Amt für Grünflächenmanagement und Friedhofswesen war am 7. Juli 2026 die Meldung eingegangen, dass ein Baum umgestürzt war. Vor Ort bestätigte sich die Lage: Der Baum hatte ein geparktes Auto beschädigt. Personen kamen nicht zu Schaden. Sicherheitshalber wurde daraufhin der gesamte Baumbestand in der Lessingstraße kontrolliert. Die letzte hatte erst im Frühjahr stattgefunden. Dabei wurde festgestellt, dass der Brandkrustenpilz die Bäume von innen bereits stark geschädigt hatte.

Der holzzersetzende Pilz stellt für die Verkehrssicherheit ein erhebliches Risiko dar. Da sich der Pilz im Inneren des Baumes ausbreitet und dort gezielt das Wurzelsystem sowie den Stammfuß zerstört, besteht ab einem bestimmten Stadium eine akute Bruchgefahr. Das tückische an dieser Pilzart: Der Befall wird erst in einem sehr weit fortgeschrittenen Stadium äußerlich sichtbar. Selbst Bäume, die optisch vital und gesund wirken, können bei Wind völlig unvorhersehbar brechen.

Hitze und Trockenheit dürften zuvor die natürlichen Abwehrkräfte der Bäume geschwächt haben. Dadurch waren die Holzkörper anfällig für holzzerstörende Schwächeparasiten wie den Brandkrustenpilz. Eine direkte Bekämpfung im Holz ist nach aktuellem Stand der Technik leider nicht möglich. Zum Schutz der Passanten und des Straßenverkehrs musste das Amt für Grünflächenmanagement und Friedhofswesen sofort handeln und die Bäume fällen lassen. 

Eine Ersatzpflanzung mit klimaresistenten Baumarten ist in der Prüfung.