Im Mülheimer Stadthafen weht die Flagge der Mayors for Peace, dem internationalen Zusammenschluss der Bürgermeister für den Frieden.
© Helena Grebe | Stadt Mülheim an der Ruhr

Aus diesem Anlass hisst die Stadt Mülheim an der Ruhr am 8. Juli die Friedensfahne. Damit erinnert sie an das Gutachten des Internationalen Gerichtshofs aus dem Jahr 1996, in dem die Androhung und der Einsatz von Atomwaffen im Hinblick auf das Völkerrecht bewertet wurden.

„Nie wieder dürfen solche schrecklichen Waffen zum Einsatz kommen. Atomwaffen machen die Welt nicht sicherer, sondern gefährden unsere Sicherheit und unseren Frieden. Ein neues nukleares Wettrüsten darf es nicht geben“, sagt Oberbürgermeister Marc Buchholz.

Mayors for Peace – auf Deutsch „Bürgermeister*innen für den Frieden“ – ist ein weltweites Netzwerk von mehr als 8.400 Städten aus 166 Ländern und Regionen. Die Mitgliedsstädte setzen sich gemeinsam für Frieden und insbesondere für die Abschaffung von Atomwaffen ein.

Was ist der Flaggentag?
Am Flaggentag erinnern die Mayors for Peace an ein Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofes in Den Haag vom 8. Juli 1996. Der Gerichtshof stellte fest, dass die Androhung des Einsatzes und der Einsatz von Atomwaffen generell gegen das Völkerrecht verstoßen. Zudem stellte der Gerichtshof fest, dass eine völkerrechtliche Verpflichtung besteht, „in redlicher Absicht Verhandlungen zu führen und zum Abschluss zu bringen, die zu nuklearer Abrüstung in allen ihren Aspekten unter strikter und wirksamer internationaler Kontrolle führen.“ 

Wer sind die Mayors for Peace?
Die Organisation Mayors for Peace wurde 1982 durch den Bürgermeister von Hiroshima gegründet. Das weltweite Netzwerk setzt sich vor allem für die Abschaffung von Atomwaffen ein, greift aber auch aktuelle Themen auf, um Wege für ein friedvolles Miteinander zu diskutieren. Mehr als 8.400 Städte in 166 Ländern gehören dem Netzwerk an, darunter rund 900 Städte in Deutschland. Mehr als 900 Städte in Deutschland beteiligen sich dieses Jahr am Flaggentag.