Bürgermeister Markus Püll reiste in die polnische Stadt Gdynia, um dort an der diesjährigen Präsidiumssitzung der Europapreisträgerstädte am 8. Dezember 2025 teilzunehmen. Die gastgebende Stadt Gdynia präsentierte sich als „Stadt des Modernismus“ und stellte ihre architektonischen Besonderheiten sowie aktuelle Entwicklungen vor.

Die Arbeitsgemeinschaft der Europapreisträgerstädte ist ein europäisches Netzwerk von Städten, die mit dem Europapreis ausgezeichnet wurden und sich für internationalen Austausch, Verständigung und kommunale Zusammenarbeit engagieren. Das aktuelle Präsidium bilden neben Mülheim die Städte Lublin, Czestochowa, Kharkiv, Altötting, Khmelnytskyi, Ivano-Frankivsk, Würzburg, Darmstadt und Nancy. Weitere Informationen zum Europapreis finden Sie hier.

Ein zentraler Bestandteil des Treffens war der Austausch zwischen den Europapreisträgerstädten. Die Delegation aus Mülheims ukrainischer Cousinenstadt Ivano-Frankivsk berichtete über die Situation vor Ort, insbesondere über die Aufnahme vieler Binnenflüchtlinge und die Belastungen durch die anhaltenden Kriegsfolgen. Die Unterstützung durch internationale Partnerinnen und Partner, darunter auch Mülheim an der Ruhr, wurde ausdrücklich gewürdigt. Dabei wurde der diesjährige Hilfstransport aus Mülheim erwähnt, organisiert von der Tschernobyl-Initiative, der mit großer Dankbarkeit entgegengenommen wurde und in diesen schweren Zeiten eine wichtige Unterstützung für die Menschen in Ivano-Frankivsk darstellt.

Vertreter*innen des Präsidiums der Arbeitsgemeinschaft Europapreisträgerstädte sowie der Europapreisträgerstadt Gdynia, darunter Bürgermeister Markus Püll (4. von links).
© Stadt Gdynia
Vertreter*innen des Präsidiums der Arbeitsgemeinschaft Europapreisträgerstädte sowie der Europapreisträgerstadt Gdynia, darunter Bürgermeister Markus Püll (4. von links).

Darüber hinaus nutzte das Präsidium die Sitzung, um die kommende Vollversammlung der Europapreisträgerstädte organisatorisch und thematisch vorzubereiten und über die Weiterentwicklung der Netzwerkarbeit zu beraten. Ein Schwerpunkt der Überlegungen lag auf der Frage, wie die Jugend künftig noch stärker eingebunden und besser gefördert werden kann.

Im Rahmen des Aufenthalts besuchte die Delegation zudem das von der lokalen Gemeinschaft gestaltete Museum „Bankowiec“, das die Geschichte und modernistische Architektur Gdynias dokumentiert.