Der Hauptausschuss der Stadt Mülheim an der Ruhr hat in seiner Sitzung am 09. Juli 2026 den Weg für eine umfassende und nachhaltige Modernisierung der digitalen Infrastruktur an allen Mülheimer Schulen freigemacht. Mit dem Beschluss des Medienentwicklungsplans (MEP) 1.0 wurde ein strategisches Fundament geschaffen, um die Bildungslandschaft der Stadt zukunftsfähig aufzustellen und allen Schülerinnen und Schülern die bestmöglichen digitalen Lernvoraussetzungen zu bieten.
Der Medienentwicklungsplan 1.0 ist das Ergebnis einer intensiven Analyse und Planung, die das Ziel verfolgt, die digitale Ausstattung der 38 Mülheimer Schulen zu standardisieren, zu modernisieren und professionalisieren. Er adressiert alle zentralen Aspekte der Digitalisierung – von der grundlegenden Infrastruktur bis hin zur konkreten Ausstattung und dem notwendigen Support. Hauptziele des Plans sind die Stärkung der Chancengleichheit, die Förderung von Medienkompetenz und die Vorbereitung der rund 22.500 Schülerinnen und Schüler auf die Anforderungen einer zunehmend digitalen Arbeits- und Lebenswelt.
Ein ganzheitlicher Ansatz für eine moderne Lernumgebung
Der MEP 1.0 beschränkt sich nicht auf die reine Beschaffung von Geräten. Er verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der auf drei Säulen ruht:
- Robuste Infrastruktur: Systematischer Ausbau von Glasfaseranbindungen und flächendeckendem WLAN an allen Schulen, um die technische Grundlage für digitalen Unterricht zu schaffen.
- Standardisierte Ausstattung: Eine bedarfsgerechte und pädagogisch sinnvolle Ausstattung mit modernen, einheitlichen Endgeräten für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte, um die Komplexität zu reduzieren und die Chancengleichheit zu sichern.
- Professioneller Betrieb und Support: Die Etablierung verlässlicher Support-Strukturen und klar definierter Prozesse, um einen stabilen und sicheren IT-Betrieb zu gewährleisten und die Lehrkräfte im Alltag zu entlasten.
Eine Investition in die Zukunft des Standortes
Mit dem Beschluss sind für die kommenden fünf Jahre Investitionen in Höhe von rund 17,2 Millionen Euro vorgesehen. Diese Mittel werden gezielt eingesetzt, um die im Plan definierten Maßnahmen schrittweise umzusetzen. Die Verwaltung betont, dass es sich hierbei um eine entscheidende Investition in die Köpfe von morgen und in die Attraktivität des Bildungs- und Familienstandortes Mülheim an der Ruhr handelt.
Diese Investitionen sind eine gezielte Zukunftsinvestition in die Bildungsqualität unserer Stadt und in die Generation von morgen.
Breiter politischer Konsens
Dem finalen Beschluss im Hauptausschuss gingen intensive Vorberatungen voraus. Am 29. und 30. Juni hatte bereits der Ausschuss für Finanzen und Bildungsausschuss über das umfassende Konzept diskutiert und eine positive Empfehlung ausgesprochen. Der nun erfolgte Beschluss unterstreicht den breiten politischen Konsens und die Dringlichkeit, die Digitalisierung der Schulen strategisch und koordiniert weiter voranzutreiben.
Der Medienentwicklungsplan ist als lebendiges Dokument konzipiert, das jährlich fortgeschrieben und dessen Umsetzung dem Bildungsausschuss berichtet wird. Damit wird ein kontinuierlicher Prozess der Steuerung, Anpassung und Verbesserung sichergestellt.