Baumstamm mit weißem Schutzanstrich wird von mehreren Personen mit grünen Gießkannen bewässert, umgeben von Holzpfosten und Gras
© Helena Grebe | Stadt Mülheim an der Ruhr
Ein Jungbaum wird von zwei Menschen gegossen.

Die anhaltend warmen Temperaturen und die derzeit trockene Witterung setzen dem Stadtgrün in Mülheim an der Ruhr stark zu. Auch wenn noch vereinzelt Schauer oder Gewitter auftreten sollten, reichen diese in der Regel nicht aus, um den Boden nachhaltig zu durchfeuchten. Besonders die oberen Bodenschichten trocknen bei sommerlicher Hitze schnell wieder aus.

Besonders die Jungbäume im Stadtgebiet sind auf Unterstützung angewiesen. Während ihre Bewässerung in den ersten drei Standjahren im Rahmen der Pflanzaufträge sichergestellt wird, zeigen die Erfahrungen der vergangenen Jahre, dass das aufgrund der veränderten klimatischen Bedingungen nicht mehr ausreicht. Die Jungbäume benötigen auch darüber hinaus noch Bewässerung, um sich dauerhaft am Standort zu behaupten. Die Stadt Mülheim an der Ruhr führt die Bewässerung der neu gepflanzten Jungbäume im Stadtgebiet deshalb bis zum fünften Standjahr fort. 

Aufgrund der aktuellen Trockenheit bittet die Stadt die Mülheimerinnen und Mülheimer um Unterstützung, denn jede zusätzliche Bewässerung hilft den jungen Bäumen, die Trockenperioden besser zu überstehen. Zu erkennen sind die Jungbäume in der Regel an ihrer Holzverankerung (Dreibock), einem schützenden Weißanstrich und/oder einem Kunststoff-Gießring.

Für eine wirksame Bewässerung empfiehlt das Amt für Grünflächenmanagement und Friedhofswesen:

  • Die Baumscheibe einmal pro Woche – wenn möglich - mit etwa 100 Litern Wasser langsam und gleichmäßig wässern. Bei anhaltender Hitze oder stark ausgetrockneten Böden helfen darüber hinaus auch zusätzliche Wassergaben.
  • Das Wasser aus geringer Höhe aufgießen, damit es nach und nach in den Boden einsickern kann.
  • Ist der Boden bereits stark ausgetrocknet, sollte zunächst mit kleineren Wassermengen vorgewässert und anschließend nachgegossen werden. So wird verhindert, dass das Wasser oberflächlich abfließt.
  • Die Baumscheibe darf dabei nicht aufgegraben werden, um die empfindlichen Feinwurzeln nicht zu beschädigen.

Jungbäume besitzen in den ersten Standjahren noch kein tiefreichendes Wurzelsystem. Sie sind daher auf eine gezielte Bewässerung im Bereich der Baumscheibe angewiesen. Bereits vergleichsweise geringe Wassermengen können hier einen entscheidenden Beitrag zum Anwachsen und zur Entwicklung der Bäume leisten. 

Bei älteren Bäumen sieht es anders aus: Die Wasseraufnahme erfolgt nur zu einem geringen Teil unmittelbar am Stamm oder innerhalb der kleinen Baumscheibe. Die wasseraufnehmenden Feinwurzeln befinden sich überwiegend im äußeren Bereich des Wurzelraums, der über das Gießen der Baumscheibe meist gar nicht erreicht werden kann. 

Die Stadt Mülheim an der Ruhr bedankt sich herzlich bei allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich bereits für das Stadtgrün engagieren. Jede zusätzliche Bewässerung unterstützt die jungen Bäume in ihrer wichtigen Entwicklungsphase, fördert ihr Anwachsen am Standort und trägt dazu bei, die Widerstandsfähigkeit des Stadtgrüns gegenüber den Folgen des Klimawandels zu stärken.

Wer sich dauerhaft fürs Stadtgrün engagieren möchte, kann die Pflege einer Baumscheibe übernehmen. Beim Amt für Grünflächenmanagement und Friedhofswesen wird dazu ein Pflegevertrag abgeschlossen. Interessierte können sich gern per E-Mail unter amt67@muelheim-ruhr.de melden.