Unter dem Begriff PFAS (Per- und Polyfluorierte Alkysubstanzen) versteht man eine Stoffgruppe, die nach letzten Schätzungen mehr als 10.000 verschiedene Stoffe umfasst. Chemisch gesehen handelt es sich dabei um Kohlenstoffketten verschiedener Länge, bei denen entweder die Wasserstoffatome vollständig (perfluoriert) oder teilweise (polyfluoriert) durch Fluoratome ersetzt wurden.

PFAS kommen in der Natur nicht vor, sondern werden ausschließlich industriell hergestellt. Sie werden aufgrund ihrer oberflächenaktiven Eigenschaften (wasser-, fett- und schmutzabweisend) in zahlreichen Industrieprodukten, in Galvaniken sowie in Feuerlöschschäumen verwendet. Sie sind gesundheitsschädlich, nicht abbaubar und stehen im Verdacht krebserregend zu sein.

In Mülheim erfolgte im Jahr 2023 eine flächendeckende Erfassung und historische Erkundung von PFAS-Verdachtsflächen. Auf Basis der vorgenannten Recherche finden derzeit priorisiert, Erkundungen und Überwachungen im Hinblick auf PFAS statt. Die nebenstehende Grafik zeigt die Bereiche, in denen Untersuchungen im Grundwasser oder im Boden auf PFAS durchgefürt wurden oder in Planung sind.