Baum des Jahres 2026 ist die Zitterpappel (Populus tremula). Wie auch in den vergangenen Jahren hat sich die Untere Naturschutzbehörde im Amt für Umweltschutz in Abstimmung mit dem Amt für Grünflächenmanagement und Friedhofswesen entschieden, ein Exemplar im Mülheimer Stadtgebiet zu pflanzen. Der Baum ist bereits Ende des letzten Jahres in der Grünanlage Radstubenweg gepflanzt worden. Am „Tag des Baumes“ (25. April 2026) fand nun eine symbolische Wässerung der gepflanzten Zitterpappel statt. Mit dabei waren die Mitglieder des Ausschusses für Klima, Umwelt und Landwirtschaft.

 

Die Zitterpappel gehört zu den auffälligsten heimischen Laubbäumen: Schon ein leichter Wind bringt ihre Blätter zum Flirren und verleiht ihr ein fast lebendiges, tanzendes Aussehen. Doch nicht nur ihre Erscheinung macht sie besonders – sie ist auch für viele Tiere und Pflanzen von großer Bedeutung. Als Pionierbaum besiedelt sie schnell offene Flächen, regeneriert geschädigte Wälder und bietet zahlreichen Arten einen Lebensraum. Mehr als 60 Schmetterlingsarten nutzen ihre Blätter als Futterquelle, Spechte zimmern Höhlen in das weiche Holz und viele Singvögel finden hier Nahrung.

 

Mit einer Höhe von 15 bis 25 Metern – in Ausnahmefällen sogar bis 35 Meter – ist die Zitterpappel ein mittelgroßer, rasch wachsender Baum. Die Zitterpappel ist in fast ganz Europa, weiten Teilen Asiens und sogar im nördlichen Afrika heimisch. Sie wächst auf frischen bis mäßig trockenen, nährstoffreichen Böden und kommt vom Tiefland bis in Höhen von 2.000 Metern vor. Besonders häufig begegnet man ihr an Waldrändern, auf Kahlschlägen, in lichten Wäldern oder als Solitär in offenen Landschaften.

 

Das Kuratorium Baum des Jahres e.V. ruft seit 1989 jeweils den „Baum des Jahres“ aus. Ausführliche Informationen zum diesjährigen Exemplar, der Zitterpappel, gibt es auf der Homepage des Vereins „Baum des Jahres – Dr. Silvius Wodarz Stiftung und Verein e.V.“: 

https://baum-des-jahres.de