© Gülcan Yücel-Engels | Stadt Mülheim an der Ruhr, 45-2

Der Weltspieltag wird in diesem Jahr am Donnerstag, 11. Juni 2026 auf dem Spielplatz „Charlottenstraße“ gefeiert. Von 16.00 bis 18.30 Uhr sind Kinder, Jugendliche und Familien herzlich zu einem großen Fest eingeladen. Kinder können sich zum Beispiel in verschiedenen Bewegungs-, Spiel-, und Kreativangeboten ausprobieren. Mit Jonglage und akrobatischen Einlagen wird Clown Micha alias Michael Wippelt für staunende Gesichter und fröhliches Gelächter sorgen. 

Das Fest wird durch das AWO-Spielmobil, das Jugendzentrum Stadtmitte und das Amt für Kinder, Jugend, Schule und Integration organisiert. Als „International Day of Play“ wurde der Weltspieltag in die Gedenktage der Vereinten Nationen (UN) aufgenommen. Daher wird er seit 2024 immer am 11. Juni begangen - in diesem Jahr unter dem Leitspruch „Spielen verbindet – auch digital!“.

Spielen ist ein Grundbedürfnis von Kindern und Jugendlichen und nach der UN‑Kinderrechtskonvention ein ausgewiesenes Kinderrecht. Es ist mehr als reiner Zeitvertreib und ein wichtiger Baustein für die kindliche Entwicklung - denn Kinder entdecken die Welt durch das Spiel. Spielen verbindet und überwindet Grenzen und Barrieren - auch generationsübergreifend. 

All dies gilt auch für die digitale Welt. Denn der digitale Raum und auch Gaming sind fester Bestandteil der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen. Gaming bietet vielfältige Möglichkeiten für gesellschaftliche Teilhabe: Kinder und Jugendliche treffen auf Gleichgesinnte, sie erleben Gemeinschaft und Teamwork, können unterschiedliche Rollen und Perspektiven erproben und Menschen mit und ohne Behinderung zusammenbringen. Dadurch wird ein wertvoller Zugang zu chancengerechter Teilhabe geschaffen.

Ebenso wie im analogen Raum müssen Kinder und Jugendliche auch in der digitalen Welt begleitet sowie vor Risiken und Gefahren geschützt werden. Dabei sind nicht nur Eltern gefragt: Die Fachkräfte in Schule und Jugendarbeit sind aufgefordert, Kinder und Jugendliche aufzuklären und sie zu befähigen, sich auch in der digitalen Welt selbstbestimmt und zugleich kritisch zu bewegen. 

Darüber hinaus muss auch die Politik einen Rahmen schaffen, in dem Anbietende in die Pflicht genommen werden, den digitalen Raum und Games altersgerecht und sicher zu gestalten. 

„Zugleich braucht es weiterhin attraktive Angebote vor Ort, in realen Räumen. Diese ermöglichen es, mit Kindern und Jugendlichen ins Gespräch zu kommen, ihre Interessen ernst zu nehmen, gemeinsam zu reflektieren und vor allem zu lernen, was Kinder und Jugendliche wirklich bewegt und begeistert“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Anlässlich des Weltspieltages 2026 sind Kinder, Jugendliche und Familien am Donnerstag zu einem bunten Fest mit tollen Mitmachaktionen, Spielen und kreativen Angeboten auf den Spielplatz „Charlottenstraße“ eingeladen.