Die Ausstellung „Verwundete Zeit“ von Deborah Marschner, eine Kooperation der Stadtbibliothek im MedienHaus und der Gleichstellungsstelle, ist ab Dienstag, 1. September, in der Stadtbibliothek im MedienHaus zu sehen. Sie bietet rund um den Tag der Deutschen Einheit die Möglichkeit, sich selbst im Spiegel der Geschichte zu begegnen und im Heute zu reflektieren.
Persönliche Bilder und Objekte aus dem Leben der Mülheimer Künstlerin öffnen Räume des Erinnerns und fragen zugleich nach dem Heute. Sie verbinden ihre persönlichen Erfahrungen mit dem kollektiven gesellschaftlichen Erleben. Bei der Betrachtung der präsentierten Bilder und Objekte wird die Vergangenheit spürbar – als Echo, das in unsere Gegenwart hineinwirkt. Den Betrachtenden stellen sich die Fragen: „Wo sind Parallelen? Wann schweigen wir aus Furcht, erzeugt durch gesellschaftlichen Druck? Wer waren wir damals und wer sind wir heute?“
Erinnern, informieren, reflektieren
Die Wanderausstellung thematisiert 28 Jahre des Lebens der Künstlerin unter Druck, Überwachung durch die Staatssicherheit und die allgegenwärtige „Mauer der Angst“ während der DDR-Diktatur. Sie plädiert eindringlich: „Vergangenes darf nicht vergessen werden! Mit der Kraft des Erinnerns möchte ich ein Zeichen setzen und ein Sprachrohr sein für Millionen, die Ähnliches erlebten.“ Körperlich und geistig eingesperrt erlebte sie tiefe Einschnitte, die in ihrem Leben bis heute nachwirken.
Die Ausstellung beginnt in der Stadtbibliothek im MedienHaus am Montag, 31. August, und endet am Montag, 5. Oktober, zwei Tage nach dem Tag der Deutschen Einheit, mit einer Finissage um 18 Uhr. Der Erste Bürgermeister Markus Püll spricht ein Grußwort. Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten, montags bis freitags von 10 bis 18:30 Uhr und samstags von 10 bis 14 Uhr, kostenfrei besucht werden.
Der Katalog zur Ausstellung ist während der Finissage oder bei der Künstlerin zu erwerben.
Kontakt zur Künstlerin:
Deborah Camilla Marschner
deborah.marschner@t-online.de
www.deborahmarschner.de