Wie der erfolgreiche Aufbau und die nachhaltige Verankerung von Familiengrundschulzentren gelingen kann, stand im Mittelpunkt der Hospitation einer Delegation aus Baden-Württemberg im Familiengrundschulzentrum Brüder-Grimm-Schule in Styrum. Organisiert wurde der Hospitationstag von der Wübben Stiftung Bildung, die den Aufbau von Familiengrundschulzentren in Nordrhein-Westfalen insgesamt maßgeblich begleitet hat und diesen nun bundesweit unterstützt.

Rund 34 Vertreterinnen und Vertreter aus Schulleitung, Schulentwicklung, Kommunalverwaltung, Schulaufsicht sowie aus den Ministerien Baden-Württembergs reisten nach Mülheim an der Ruhr, um sich mit den Akteurinnen und Akteuren aus Nordrhein-Westfalen über Strukturen, Gelingensbedingungen und Zusammenarbeit auszutauschen. Aus Nordrhein-Westfalen nahmen zudem Vertreterinnen und Vertreter der Ministerien sowie ein wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Duisburg-Essen teil, um praxisnahe Einblicke in die Arbeit vor Ort zu erhalten.

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© © Wübben Stiftung Bildung

Einblicke in Haltung, Zusammenarbeit und gelebte Praxis

Zum Auftakt stellten das Schulleitungsteam, die FGZ-Leitung sowie die Kommunale Koordinierung aus dem Regionalen Bildungsbüro ihre Rollen, Aufgaben und Erfahrungen vor. Deutlich wurde: Der Erfolg eines Familiengrundschulzentrums basiert auf einem gut abgestimmten Zusammenspiel aller Beteiligten. Entscheidend für das Gelingen ist daher eine gemeinsame Haltung, die Familien konsequent in den Blick nimmt und die Zusammenarbeit aller beteiligten Akteurinnen und Akteure vereint.

Nach dem fachlichen Input wurde es interaktiv: In Workshops diskutierten die Hospitantinnen und Hospitanten, wie die Zusammenarbeit zwischen Kommune, Träger, FGZ-Leitung und Schulleitung gelingen kann. Im Mittelpunkt standen ganz praktische Fragen: Wer koordiniert? Welche Strukturen sind hilfreich? Und was braucht es, damit das Konzept nicht nur startet, sondern langfristig wirkt? 
Ein Rundgang durch die Schule bot den Gästen zudem die Gelegenheit, konkrete Einblicke in die Arbeit vor Ort zu gewinnen und das Familiengrundschulzentrum im Alltag zu erleben.

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© © Wübben Stiftung Bildung

Am Nachmittag wurden Eindrücke gebündelt und zentrale Erkenntnisse gemeinsam reflektiert. Die Hospitantinnen und Hospitanten betonten die spürbare wertschätzende Haltung, die Offenheit und die enge Zusammenarbeit vor Ort. Sie konnten zahlreiche Impulse und Anregungen für die eigene Arbeit mitnehmen.

Auch für die Brüder-Grimm-Schule war der Besuch eine Bereicherung. Mit großer Offenheit und spürbarem Stolz präsentierte das Team seine Arbeit und nutzte die Gelegenheit, das eigene Konzept im Dialog weiterzudenken. Der länderübergreifende Austausch hat einmal mehr gezeigt, wie wertvoll starke Kooperationen für eine gelingende Bildungs- und Familienarbeit sind.

Familiengrundschulzentren in Mülheim an der Ruhr 

Das Familiengrundschulzentrum Brüder-Grimm-Schule in der Trägerschaft der Caritas ist seit 2021 eines von aktuell acht Familiengrundschulzentren in Mülheim an der Ruhr.  Tülay Yavuz, Leiterin des Familiengrundschulzentrums an der Brüder-Grimm-Schule, beschreibt ihre Tätigkeit mit großer Begeisterung: „Endlich habe ich als Job die sinnvolle Aufgabe, die ich mir immer gewünscht habe!“

Die Familiengrundschulzentren in Mülheim an der Ruhr werden durch das Ministerium für Schule und Bildung NRW sowie anteilig durch eine Stiftung finanziert. Koordiniert werden die Familiengrundschulzentren im Regionalen Bildungsbüro.

Familiengrundschulzentren leisten einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung von Kindern und ihren Familien, indem sie Bildung, Beratung und Begegnung miteinander verbinden und so die Bildungs- und Teilhabechancen nachhaltig stärken.

Bildungsportal MH025+

Über das Bildungsportal MH025+ der Stadt Mülheim an der Ruhr können Sie mehr über die Familiengrundschulzentren erfahren: