Der Kletterturm ragt in die Höhe, die Rutschen sind befestigt, die Bänke stehen – die Umgestaltung des Spielplatzes am Schloßberg ist in vollem Gange: Im Rahmen des Mülheimer Leitprojektes „MüGa revisited“ zur Internationalen Gartenausstellung (IGA 2027) wird er erneuert. Das Besondere: Es handelt sich hierbei um Mülheims ersten inklusiven Spielplatz. Oberbürgermeister Marc Buchholz, Planungsdezernent Felix Blasch sowie Bernd Nierhaus von „Rolli Rockers Sprösslinge e.V.“ machten sich am heutigen Freitag (6. März 2026) vor Ort ein Bild von den Aufbauarbeiten.
Bereits seit Ende September 2025 laufen die Arbeiten zur Umgestaltung des Spielplatzes am Schloßberg. Neben dem Abbau der alten Geräte wurde zunächst die künftige Trasse des Fossilienweges hergestellt. Aktuell werden mit mehreren Lkw die Einzelteile des Großspielgeräts für den Spielplatz angeliefert. Aus der Mitte heraus ragt ein Kletterturm, von dem eine Röhrenrutsche nach unten führt. Der Turm steht bereits, nach und nach folgen verschiedene Anbauteile. Zum Schluss wird die dazugehörige Brücke mit einem Spielhügel verbunden. Auf dem Großspielgerät werden Rollstuhlfahrende auf eine höher gelegene Ebene zu einer Rutschmöglichkeit geführt. Unter dem Spielgerät befinden sich Elemente mit akustischen, optischen und taktilen Spielangeboten. Ein „Streichelbär“ als stummer Beobachter und ein gestreiftes Klettergerüst sind bereits am finalen Platz aufgebaut. Nach und nach treffen jetzt weitere Ausstattungselemente ein. Bespielbare Tiere sollen das vielfältige Angebot schließlich abrunden.
Die letzten Bäume werden in Kürze gesetzt, sodass der für Herbst 2026 vorgesehene Abschluss der Bauarbeiten wohl schon etwas früher erreicht werden kann. Wenn alles weiter so gut läuft, können Kinder bereits nach den Sommerferien auf dem Spielplatz toben.
Budget in Höhe von 1,5 Millionen Euro für die Umgestaltung
Die Gesamtkosten des inklusiven Spielplatzes belaufen sich auf rund 1,5 Millionen Euro, wovon 80 Prozent durch die Städtebauförderung gefördert werden. Mit einer Gesamthöhe von 300.000 Euro wird der städtische Eigenanteil für diese Baumaßnahme vollständig durch Spenden und Stiftungsmittel gedeckt. Der Mülheimer Verein „Rolli Rockers Sprösslinge e.V.“ hatte insgesamt 160.000 Euro Spenden für das Projekt gesammelt.
Der Leitgedanke des inklusiven Ansatzes ist es, dass Kinder mit Beeinträchtigungen auf Spielplätzen die Möglichkeit erhalten, gleichberechtigt mit anderen Kindern zu spielen. Das bedeutet nicht, dass alle Spielgeräte für alle Kinder nutzbar sind, sondern dass sie angeboten werden für unterschiedliche Interessen, Fähigkeiten und Altersstufen. Durch eine Vielfalt an Spielgeräten wird ein Spielplatz inklusiv.