Künstlerinnen und Künstler aus Mülheim an der Ruhr und der französischen Partnerstadt Tours zeigen ihre Perspektiven auf Demokratie. Oberbürgermeister Marc Buchholz empfing die französischen Gäste im Rathaus, am Abend eröffnete Bürgermeisterin Alexandra Hanf die Ausstellung im Makroscope.
Kunst stellt Fragen
Wie lässt sich Demokratie künstlerisch betrachten? Welche Fragen entstehen dabei, und welche Perspektiven kann Kunst auf gesellschaftliche Entwicklungen eröffnen? Mit diesen Themen beschäftigt sich die Graphik-Ausstellung „Götterfunken“, die am Freitag, 30. Oktober 2026, im Makroscope – Museum für Fotokopie in Mülheim an der Ruhr eröffnet wurde und bis zum 22. November 2026 zu sehen ist.
Organisiert und kuratiert von der Arbeitsgemeinschaft Mülheimer Künstlerinnen und Künstler e.V., bringt das Projekt Kunstschaffende aus Mülheim und der französischen Partnerstadt Tours zusammen. Ihre Arbeiten setzen sich auf vielfältige Weise mit Demokratie, Freiheit und gesellschaftlichem Zusammenhalt auseinander.
Begrüßung im Rathaus
Vor der Ausstellungseröffnung begrüßte Oberbürgermeister Marc Buchholz die drei aus Tours angereisten Künstlerinnen und Künstler Justine Ghinter, Jonathan Bablon und Bonnie Couly im Rathaus. Im Gespräch ging es um das Ausstellungsprojekt, die gezeigten Arbeiten und die unterschiedlichen künstlerischen Techniken.
Auch aktuelle gesellschaftliche und politische Entwicklungen sowie Protestbewegungen in Frankreich und Deutschland wurden thematisiert. Dabei wurde deutlich, wie eng Kunst und gesellschaftliche Debatten miteinander verbunden sind.
Kunst als Stimme der Demokratie
Am Abend eröffnete Bürgermeisterin Alexandra Hanf die Ausstellung und betonte die Bedeutung von Kunst für Demokratie und gesellschaftlichen Austausch. Kunst könne Fragen stellen, unterschiedliche Perspektiven sichtbar machen und Räume für Dialog schaffen, „Darum geht es bei Götterfunken“, sagte sie. Zugleich hob sie die historischen Verbindungen zwischen Frankreich und Europa sowie die Bedeutung der Künstlerfreundschaft zwischen Mülheim und Tours hervor.
Europäische Werte im Mittelpunkt
Zu sehen sind ausschließlich grafische Arbeiten, darunter Druckgrafiken, CopyArt, analoge Collagen und Zeichnungen. Der Titel „Götterfunken“ nimmt Bezug auf die „Ode an die Freude“, die als Europahymne bekannt ist. Damit verweist die Ausstellung zugleich auf gemeinsame europäische Werte wie Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit.
„Götterfunken“ ist außerdem ein Beitrag zur lebendigen Städtepartnerschaft zwischen Mülheim an der Ruhr und Tours. Die Ausstellung schafft Raum für Begegnungen, künstlerischen Austausch und unterschiedliche Sichtweisen auf die Herausforderungen unserer Zeit.
Die Ausstellung ist noch bis zum 22. November 2026 im Makroscope – Museum für Fotokopie, Friedrich-Ebert-Straße 45, zu sehen.