Oberbürgermeister Marc Buchholz übernahm die Ehrung und Urkundenübergabe an die Schuklassen für die erfolgreiche Teilnahme an den Waldjugenspielen 2026. © Helena Grebe | Stadt Mülheim an der Ruhr

Acht vierte Klassen der Grundschule am Dichterviertel, der Martin-von-Tours-Schule und der Schildbergschule konnten bei den ersten Waldjugendspielen in Mülheim an zehn abwechslungsreichen Stationen die Vielfalt des Waldes kennenlernen. Die von RVR Ruhr Grün organisierte Veranstaltung fand gemeinsam mit der Kreisjägerschaft Mülheim an der Ruhr und der städtischen Forstbeauftragten erstmals im Rahmen des neuen Bewirtschaftungsverhältnisses mit der Stadt statt. 

197 Kinder waren aufgerufen, den Wald als Lebensraum zu entdecken, ihr Naturverständnis zu erweitern und gemeinsam vielfältige Aufgaben zu lösen. Auf einem knapp zwei Kilometer langen Rundweg erwarteten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Lern- und Mitmachstationen. Dabei ging es unter anderem um verschiedene Tier- und Baumarten der heimischen Wälder, die Aufgaben der Forstwirtschaft, die Fotosynthese, Holz als nachhaltigen Rohstoff sowie die Ursachen und Bekämpfung von Waldbränden.

„Wir freuen uns, im Rahmen des Bewirtschaftungsvertrages mit der Stadt Mülheim an der Ruhr auch den hiesigen Schülerinnen und Schülern den Wald und seine Vielfalt durch unser bewährtes Format, das wir bereits in 7 weiteren Städten im Verbandsgebiet anbieten, näherbringen zu können. Dabei lernen die Kinder nicht nur etwas über Bäume, Tiere und Forstwirtschaft, sondern erleben unmittelbar, dass gemeinsames Beobachten, Ausprobieren und Lösen von Aufgaben Freude machen. Dieses praktische Naturerleben bleibt oft nachhaltiger in Erinnerung als reine Wissensvermittlung“, sagt Kathrin Heiter, Waldpädagogin von RVR Ruhr Grün.

An ein Holzgestell mit Haken werden von einer Gruppe von Kindern Blätter verschiedene Blätter angebracht.
© Helena Grebe | Stadt Mülheim an der Ruhr
Die Kinder lernten unterschiedliche Baumarten und ihre Merkmale kennen. An der Station "Blätterangeln" kam es auf Teamwork und gute motorische Fähigkeiten an, um möglichst viele Blätter dem richtigen Baum zuzurodnen.

An den Stationen konnten die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen nicht nur erweitern, sondern auch selbst aktiv werden. Sie bauten einen Dachstuhl aus Holz, ordneten Naturmaterialien den passenden Baumarten zu und setzten sich spielerisch mit den Aufgaben von Forstwirtinnen und Forstwirten auseinander. Bei der Bewältigung der Aufgaben standen Teamarbeit und gegenseitige Unterstützung innerhalb der Klassen im Mittelpunkt.

Begleitet wurden die Klassen neben den Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern jeweils von einer Forstpatin oder einem Forstpaten. Diese standen den Kindern während der gesamten Veranstaltung als Ansprechpersonen für Fragen rund um den Wald zur Seite. Entlang des Weges konnten die Kinder außerdem Tiersuchtafeln entdecken und die dort dargestellten Tiere ihren Lebensräumen zuordnen.

Eine eigene Station gestaltete und betreute die Kreisjägerschaft Mülheim an der Ruhr. Dort entdeckten die Kinder im Wald versteckte Tierpräparate und versuchten, die dargestellten heimischen Wildtiere zu erkennen. Auf diese Weise konnten sie ihre Artenkenntnis erweitern und erfahren, wie vielfältig die heimische Tierwelt ist und in welchen Lebensräumen die verschiedenen Arten vorkommen. 

„Das Team der Waldkäuze der Kreisjägerschaft Mülheim an der Ruhr engagiert sich seit vielen Jahren in der Umweltbildung und trägt gern mit seiner Expertise zu einer gelungenen Veranstaltung bei. Dabei liegt uns besonders am Herzen, dass die Kinder am Ende des Tages mit dem Gefühl nach Hause gehen ‚Das war ein toller Tag im Wald!‘“,erklärt Erdmuthe Luhr-Antons, Obfrau des Lernorts Natur der Kreisjägerschaft.

Vier Mädchen wird von hinten über die Schulter geblickt. Mit Ferngläsern entdecken sie in einem dichten Buchenbestand einen Rehbock.
© Helena Grebe | Stadt Mülheim an der Ruhr
An der Station der Kreisjägerschaft Mülheim an der Ruhr konnten die Kinder ihr Wissen über die heimischen Wildtierarten testen und erweitern.

Zum Abschluss der Waldjugendspiele hat Oberbürgermeister Marc Buchholz den Schülerinnen und Schülern Urkunden für ihre erfolgreiche Teilnahme überreicht: 

 „Der Mülheimer Wald ist ein wertvoller Lern- und Erlebnisort und keine Transitstrecke für eine CO2-Pipeline. Die Waldjugendspiele geben Kindern die Möglichkeit, diesen besonderen Lebensraum unmittelbar kennenzulernen und dabei gemeinsam aktiv zu sein. Ich freue mich, dass dieses Bildungsangebot erstmals bei uns in Mülheim stattfinden konnte.“

Bei den Waldjugendspielen des RVR Ruhr Grün steht bewusst nicht der Vergleich einzelner Klassen im Vordergrund, sondern das gemeinsame Lernen. Es gab keine klassische Platzierung der besten Klassen, sondern das Ziel, im Klassenverband eine gemeinsame Mindestpunktzahl zu erreichen. Alle teilnehmenden Klassen erhielten eine Urkunde und einen Pokal. Zusätzlich bekam jedes Kind einen kleinen Erinnerungspreis.

Die Stadt Mülheim an der Ruhr hofft, dieses Umweltbildungsangebot zukünftig jedes Jahr ermöglichen zu können.

„Wer Natur selbst entdeckt, beobachtet und mit allen Sinnen erlebt, entwickelt auch ein stärkeres Bewusstsein für ihren Schutz. Daher hoffe ich, dass sich dieses Angebot etabliert und wir auch künftig junge Generationen an dieses wichtige Thema heranführen können“, so Elke Schlautmann, Forstbeauftragte der Stadt Mülheim an der Ruhr.

Bei den Waldjugendspielen von RVR Ruhr Grün steht bewusst nicht der Vergleich einzelner Klassen im Vordergrund, sondern das gemeinsame Lernen. Eine klassische Platzierung der drei besten Klassen war daher nicht vorgesehen. Stattdessen ging es darum, im Klassenverband eine gemeinsame Mindestpunktzahl zu erreichen. Alle teilnehmenden Klassen erhielten eine Urkunde und einen Pokal. Zusätzlich bekam jedes Kind einen kleinen Erinnerungspreis.

Die Stadt hofft, dieses Umweltbildungsangebot zukünftig jedes Jahr ermöglichen zu können.

„Wer Natur selbst entdeckt, beobachtet und mit allen Sinnen erlebt, entwickelt auch ein stärkeres Bewusstsein für ihren Schutz. Daher hoffe ich, dass sich dieses Angebot etabliert und wir auch künftig junge Generationen an dieses wichtige Thema heranführen können.“ sagte Elke Schlautmann, Forstbeauftragte der Stadt Mülheim an der Ruhr.

Eine Schulkasse steht auf einer Lichtung in einem alten Buchenwald. Die Klasse feuert eine Mitschülerin an, die mit einer Wasserspritze in einen Eimer hinter einem Schaubild mit einem Waldbrand zielt.
© Helena Grebe | Stadt Mülheim an der Ruhr
An der Waldbrandstation konnten die Kinder ihr Wissen über die Ursachen von Waldbränden testen und spielerisch selbst einen Brand löschen.