Rammkernbohrung, Bohrprofil, Straßenkappe
© Amt für Umweltschutz | Stadt Mülheim | Percussion Drilling 1.jpg, Wikimedia Commons, Ekrem Canli, CC BY-SA 3.0; Stadt Mülheim
Die Erstellung einer temporären / provisorischen Grundwassermessstelle: Rammkernbohrung, Bodenansprache; Ansicht im Straßenbild

Die Stadt wird die Grundwassersituation im Bereich Markenstraße, Föhrenkamp, Kiefernweg näher untersuchen. Ziel ist es, die Kenntnisse über die örtlichen Grundwasserverhältnisse zu verbessern und eine belastbare Datengrundlage für eine langfristige Grundwasserüberwachung zu schaffen.

Die Untersuchungen sollen ausschließlich auf städtischen Flächen stattfinden, unter anderem im öffentlichen Straßenraum sowie auf der Spielplatzfläche vor Ort.

Bislang gibt es im Umfeld des Untersuchungsgebietes nur wenige Grundwassermessstellen. Innerhalb des eigentlichen Projektgebietes steht derzeit lediglich eine bestehende Messstelle zur Verfügung. Die Daten reichen nicht aus, um die Grundwasserströmungsverhältnisse (Fließrichtung) und die Grundwasserbeschaffenheit (Eigenschaften) im Gebiet umfassend beurteilen zu können.

 

Historische gewerbliche und industrielle Nutzung des Gebietes

Anlass für die weitergehende Erkundung ist unter anderem die historische Nutzung des Gebietes. Zwischen 1894 und 1948 befand sich dort ein Werk der Kabelwerke Duisburg AG, in der Elektrozünder und Zündschnüre sowie Drähte und Kabel hergestellt wurden. 

Von 1953 bis 1972 wurde das Gelände durch eine Kakao- und Schokoladenfabrik genutzt. Zu diesem Betrieb gehörte auch eine Eigenverbrauchstankstelle.

Vor diesem Hintergrund soll die vorhandene Datengrundlage zum Grundwasser systematisch erweitert werden. Die Untersuchungen dienen der Sachverhaltsaufklärung sowie einer besseren Charakterisierung des Grundwasserkörpers und seines Zustands.

 

Erste Erkundungen ab Herbst/Winter 2026

Im Sommer 2026 erfolgten die vorbereitenden Arbeiten und die Ausschreibung einer Grundwasservorerkundung. Diese soll nach derzeitiger Planung im Herbst/Winter 2026 zunächst im öffentlichen Straßenraum durchgeführt werden. Dabei werden unter anderem mit Hilfe von Bohrungen die örtlichen Untergrund- und Grundwasserverhältnisse näher untersucht.

Auf Grundlage der Ergebnisse werden anschließend die endgültigen Standorte für zusätzliche Grundwassermessstellen auf städtischen Flächen festgelegt. Dabei handelt es sich um speziell ausgebaute Bohrungen im Boden mit denen der Wasserstand und die Qualität des Grundwassers überwacht werden können. Die Errichtung der dauerhaften Messstellen ist für Frühjahr 2027 vorgesehen.

Die Untersuchungen im Bereich der Spielplatzfläche ist für Sommer 2027 geplant.

 

Langfristige Beobachtung des Grundwassers

Nach Fertigstellung der Messstellen soll ein zunächst dreijähriges Grundwassermonitoring durchgeführt werden. Durch regelmäßige Untersuchungen können die Grundwasserverhältnisse und die Grundwasserbeschaffenheit über einen längeren Zeitraum beobachtet und fachlich bewertet werden.

Die gewonnenen Erkenntnisse bilden die Grundlage für die Entscheidung, ob und gegebenenfalls welche weiteren Untersuchungen oder Maßnahmen erforderlich sind.

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