Drei Mülheimer Organisationen sind heute (18. Dezember 2025) mit dem Heimatpreis des Landes NRW ausgezeichnet worden. Bürgermeister und Juryvorsitzender Markus Püll überreichte die Preise im Vorfeld der Ratssitzung und im Beisammensein der Ratsmitglieder an die Malteser Hilfsdienste, die St. Sebastianus Schützenbruderschaft Selbeck-Breitscheid 1901 e.V. und die Baumscheiben-Paten.

Mit dem Heimatpreis werden Menschen ausgezeichnet, die sich ehrenamtlich ganz besonders für den gesellschaftlichen Zusammenhalt engagieren. Die Stadt Mülheim an der Ruhr hat den Heimatpreis „Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen – Wir fördern, was Menschen verbindet.“ gemeinsam mit dem Centrum für bürgerschaftliches Engagement (CBE) dieses Jahr zum siebten Mal ausgelobt.

„Mit der Verleihung des Heimatpreises wollen wir unsere Wertschätzung für die in Mülheim geleistete ehrenamtliche Arbeit und herausragendes Engagement im Zusammenhang mit dem Thema Heimat ausdrücken“, so Bürgermeister Markus Püll in seiner Laudatio.

Mit dem ersten Preis werden dieses Jahr die Malteser Hilfsdienste ausgezeichnet. Das ehrenamtliche Team rund um Beate und Wolfgang Schiedel setzt sich für eine Vielzahl sozialer Projekte in Mülheim an der Ruhr ein. Sie sind immer da, wenn Unterstützung gebraucht wird – und sie vermitteln mit ihrer Arbeit ein tiefes Gefühl von Solidarität. Die Aufgabenpalette der Schiedels reicht von der Begleitung bestehender und neuer Projekte bis hin zur so wichtigen Vermittlung von Wertschätzung für die Ehrenamtlichen. Es gibt Frühstücke, gemütliches Beisammensein, Akquise von neuen Unterstützern und die Fürsorge für Besucherinnen und Besucher. Der erste Preis ist mit 6.000 Euro dotiert.

Drei Personen stehen nebeneinander, eine hält einen Blumenstrauß und eine Auszeichnung, eine weitere einen großen Scheck über 6.000 Euro.
© Helena Grebe | Stadt Mülheim an der Ruhr
Bürgermeister Markus Püll (links) verleiht den Heimatpreis 2025: Der erste Preis geht dieses Jahr an die Malteser Hilfsdienste. Entgegengenommen von Wolfgang Schiedel (rechts) und Beate Schiedel (Mitte).

Der zweite Preis geht an die Sankt Sebastianus Schützenbruderschaft Selbeck-Breitscheid 1901 e.V.. Damit wird ein Verein mit wirklich langer Tradition ausgezeichnet, denn im nächsten Jahr steht das 125-jährige Vereinsjubiläum an. Aktuell zählt die Schützenbruderschaft 100 Mitglieder im Alter von 9 bis 86 Jahren. Dabei spielen Geschlecht, Herkunft und ob mit oder ohne Handicap keine Rolle. Zusammenhalt wird im Verein großgeschrieben. Viele gemeinsame Aktivitäten, Ausflüge und Grillfeste stärken diese Gemeinschaft. Besonders um das Schützenfest herum sorgen die Mitglieder für eine ganz besondere Atmosphäre: Sie schmücken die Straßen mit Wimpelketten, machen kleinere Umzüge durch die Straßen Selbecks und veranstalten neben dem Großen Zapfenstreich an der Kirche St. Theresia ein Kinderfest am Schützenbiwak und am Schützenfest-Sonntag einen ansehnlichen Festumzug. Der zweite Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.

Drei Personen in formeller Kleidung, eine hält einen großen Scheck über 6.500 Euro, eine andere einen Blumenstrauß und eine Trophäe mit der Aufschrift 'Heimat Preis'.
© Helena Grebe | Stadt Mülheim an der Ruhr
Bürgermeister Markus Püll (links) verleiht den Heimatpreis 2025: Der zweite Preis geht an Stephan Berg (rechts) und Carina Schloßmacher (Sankt Sebastianus Schützenbruderschaft Selbeck-Breitscheid 1901 e.V.).

Der dritte Preis geht an die Baumscheiben-Paten. In Mülheim haben etwa 100 Menschen ehrenamtlich die Pflege von Baumscheiben und anderen öffentlichen Flächen übernommen. Mit der Pflege und Gestaltung von Beeten tragen die Baumscheiben-Paten zur Verschönerung des Mülheimer Stadtbildes bei. Sie steigern die Aufenthaltsqualität in öffentlichen Räumen und fördern das Wohlbefinden. Indem Bürgerinnen und Bürger aktiv an der Gestaltung ihres Wohnumfeldes mitwirken, entwickeln sie ein stärkeres Zugehörigkeitsgefühl. Die Baumscheiben-Paten fördern das Heimatbewusstsein und leisten einen Beitrag zur Klimaanpassung. Der dritte Preis ist mit 4.000 Euro dotiert.

Drei Personen stehen im Ratssaal, eine hält einen großen Scheck, eine weitere eine Auszeichnung und einen Blumenstrauß.
© Helena Grebe | Stadt Mülheim an der Ruhr
Bürgermeister Markus Püll (rechts) verleiht den Heimatpreis 2025: Der dritte Preis geht an die Baumscheibenpaten Annelie Strosing (links) und Christian Strosing (Mitte).

Bürgermeister Markus Püll gratulierte im Namen der Jury und des Rates der Stadt Mülheim an der Ruhr herzlich zur Auszeichnung. Püll dankte allen, die sich um den Preis beworben hatten und sprach ihnen seinen Dank für ihr ehrenamtliches Engagement aus: „Sie alle tragen zu einem identitätsstiftenden Miteinander in unserer Stadtgesellschaft bei.“

Die Jury besteht aus Bürgermeister Markus Püll, den drei Bezirksbürgermeister*innen, dem Stadtdechanten, dem Superintendenten sowie dem Geschäftsführer des Centrums für bürgerschaftliches Engagement (CBE).

Förderprogramm des Landes NRW

Für die Auszeichnung konnten sich Einzelpersonen, Gruppen, Vereine und Verbände sowie Unternehmen bewerben. Der Heimatpreis – dotiert mit insgesamt 15.000 Euro – wird in vollem Umfang durch das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes NRW aus dem Förderprogramm „Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen - Wir fördern, was Menschen verbindet.“ zur Verfügung gestellt.